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Volkstrauertag - Oder was davon noch übrig geblieben ist …

 

1919, nach dem Schrecken des ersten Weltkrieges, wurde vom „Volksbund deutscher Kriegsgräberfürsorge“ ein Gedenktag für die gefallenen deutschen Soldaten  vorgeschlagen, welcher ab 1926 immer am 5. Sonntag vor Ostern stattfand. Der Tenor dieses Gedenktages war:
„auf daß aus den Gräbern unserer fast zwei Millionen Gefallener uns Mut und Kraft zu segensreicher Arbeit an unseres Volkes und unseres Vaterlandes Zukunft erwachsen...“.

Was blieb nun von diesen heren Zielen nach 90 Jahren (und 60 Jahren BRD) nun übrig?
Als Besucher der Gedenkveranstaltung des „Volksbund deutscher Kriegsgräberfürsorge“ auf dem Fürstenwalder Soldatenfriedhof in der Hegelstraße kommt man nicht umhin, das Fazit zu ziehen: „So gut wie Nichts“!
Der NPD Kreisverband Oderland nahm wie immer seit nunmehr 11 Jahren mit einer Abordnung an dieser alljährlichen Gedenkstunde teil. War man inzwischen schon gewöhnt, daß seitens der weltlichen und geistlichen Vertreter unserer Stadt unsere Ahnen in einer Art liberalen Einheitsopfernorm gepresst wurden, so waren die Beiträge dieser Herren diesmal ein Schlag ins Gesicht eines jeden aufrechten Deutschen und eine Beleidigung unserer Väter.
Daß die sogenannten Geistlichen diesen VOLKstrauertag ihrer liberalistischen Diktion von einer Art Einheitsweltopfertum unterordnen wollen ist nicht neu. Wird doch, wenn denn schon mal erwähnt, ein Hinweis auf die hunderttausenden Opfer des angloamerikanischen Bombenholocausts sofort mit einem Verweis auf die vorgebliche Schuld des deutschen (Täter-) Volkes neutralisiert! Man beklagt die zivilen Opfer gegenwärtiger Kriege und vergißt (?!) zu erwähnen, daß eben diese deutschen Menschen ebenso wenig „schuldig“ waren wie die „Kollateralschäden“ der „Friedensbringer“ im Irak und Afghanistan.
Herr Reim, seines Zeichens Bürgermeister der Stadt Fürstenwalde/Spree, erging sich dann auch in den üblichen, schon allseits bekannten Floskeln von Menschenwürde, Kriegsschuld und Gleichmacherei. Allerdings konnte er es sich scheinbar nicht nehmen lassen, das Vermächtnis unserer gefallenen Soldaten in den Staub zu drücken. Als „perfide“ bezeichnete er den Begriff des Heldengedenktages. Er sprach also somit den Gefallenen ab, Helden für die Verteidigung Deutschlands gewesen zu sein. Dies beantwortete der Kreisvorsitzende und Kreistagsabgeordnete der NPD, Klaus Beier, mit dem Zwischenruf: „Herr Reim, wir gedenken unserer Helden!“, worauf nur ein halb verständliches, giftiges Brummen: „Das können Sie ja!“, die Antwort war.
Herr Reim sollte sich einmal fragen, ob es denn einen „Bürgermeister Reim“ geben würde, wenn diese tapferen Menschen nicht ihr Leben zur Abwehr der roten Flut aus dem Osten gegeben hätten.
Perfide ist es wohl eher, daß bis auf die wenigen verbliebenen Menschen der Erlebnisgeneration und uns Nationalisten sich kaum mehr jemand zum Gedenken an diesem Tage einfindet. In wenigen Jahren werden wohl nur noch wir Nationalisten zu Gedenkstunde erscheinen. Ob man uns dann zwischen den Alibi – Vertretern von Staat und Kirche gedenken läßt?
Das ist eher unwahrscheinlich. Arbeiten doch genau diese Vertreter seit Jahrzehnten an der Umdeutung dieses Volkstrauertages in einen Schuldkult-Tag, in einen Büßertag für das deutsche Volk. Und da wird einem immer weisgemacht, die Sippenhaft wäre eine Erfindung der „Nazis“ gewesen!
                     
Selbst in unseren europäischen Nachbarländern wird diese Selbstkasteiung mit befremden und Unverständnis aufgenommen. So würde man in Großbritannien einen Teufel tun, jemanden für das tragen einer Mohnblume zum Remembrance Day zu kritisieren, ja in irgendeine politische Schublade zu stecken. Der Remembrance Day ist ein nationaler Feiertag am 11. November, an dem die Briten Ihrer Gefallenen Soldaten gedenken.

Noch vor der oben genannten Gedenkstunde fand eine Gedenkveranstaltung zu Ehren der Opfer des NKWD-Speziallagers Nr. 5 Ketschendorf (nun Fürstenwalde/Spree Süd) statt, welche wir ebenfalls seit elf Jahren besuchen. Diese wird alljährlich von der „Initiativgruppe Internierungslager Ketschendorf“ durchgeführt.

Das NKWD-Speziallager Nr. 5 wurde von der bolschewistischen Besatzungsmacht von 1945 bis 1947 betrieben. Bis zu 18000 Menschen wurden hier unter bestialischen Bedingungen auf dem ehemaligen Gelände einer früheren Arbeitersiedlung der Deutschen Kabelwerke interniert. Egal ob NSDAP Mitglieder, bürgerliche Oppositionelle oder unliebsame Zeitgenossen. Es reichte der bloße Verdacht oder eine Denunziation, um dorthin verschleppt zu werden. So waren dort auch 1600 Jugendliche im Alter von 12(!) bis 16(!) Jahren interniert, denen die Zugehörigkeit in sogenannten „Werwolf Verbänden“, die meist nur der paranoiden Phantasie der stalinistischen Kommandanten entsprangen, vorgeworfen. Über 4000 Menschen fanden hier den Tod. Vornehmlich durch Tuberkulose und Unterernährung. Sie wurden in Massengräbern an der Autobahn (heute A12) verscharrt. Zu DDR-Zeiten war dieser Teil der Geschichte tabu. Zwar wurden die sterblichen Überreste, die 1952 bei Bauarbeiten für Wohnhäuser entdeckt wurden nach Halbe überführt, doch sie galten auf Geheiß der Stasi als „Unbekannt“.
Nach 1990 konnten die Mitglieder der„Initiativgruppe Internierungslager Ketschendorf“ hier wieder ihren Lagerkameraden, Verwandten und Freunden gedenken. Auch entstand eine kleine Gedenkstätte.
  
 Auch in diesem Jahr erzählte ein Angehöriger der Initiativgruppe von dem Grauen, das hier einst herrschte. Einem Grauen, das man sich kaum vorstellen kann, hier unter den Bäumen im Wäldchen, direkt an der Autobahn. Menschen, zusammengetrieben aus bloßem Verdacht oder Willkür, aus Rachegelüsten von Kommunisten denunziert! Dies geschah alles in unserer Kleinstadt. Doch wer spricht heute noch davon? Der Geistliche, der vor Ort seine Rede hielt, sicher nicht! Wieder wurde alles relativiert und in einen Einheitsopferbrei umgedeutet. Doch das funktioniert hier so nicht! Hier kommen die Überlebenden und ihre Angehörigen zusammen. Will man diesen wirklich erzählen, daß sie ja im Grunde selber Schuld seien? Nun ja, nach Diktion der Herrschenden, und da sollte man die Kirche wahrlich nicht ausnehmen, sind sie das ja auch. Sie waren Deutsche! Das alleine genügt diesen Herren vollauf.
Auch hier stellt sich die Frage, was in ein paar Jahren von dem Gedenken noch übrig bleibt. Wenn auch der letzte Vertreter der Erlebnisgeneration nicht mehr da ist.
Werden unsere „Volksvertreter“ das Gedenken fortführen? - Das werden Sie mit Sicherheit nicht!

Doch wir werden die Flamme der Erinnerung weitertragen:

„Ihr für uns! - Wir für Sie!“

 

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