Skandal im Oderland: Stell Dir vor, es ist „Holotag“ – und keiner gedenkt mit
Vor sechs Jahren wurde noch auf „Empfehlung“ der PDS (ja damals hießen die noch so) – Fraktionsvorsitzenden Monika Krüger (ja damals hieß die noch so) kurzerhand die Tagesordnung zur Sitzung des Kreistages Oder–Spree am „Holotag“ provokativ um den Tagesordnungspunkt „Gedenken an die Verfolgten und Opfer des Naziregime“ ergänzt. Der Antrag der NPD–Fraktion zur Aufstellung einer vorschriftsmäßigen Tagesordnung wurde demokratisch ignoriert.
Vorsorglich hatte damals die NPD wenige Minuten vor Beginn der Sitzung eine Erklärung und ein Faltblatt der Unabhängigen Nachrichten „Auf dem Stundenplan – Der Untergang von Dresden“ an die Kreistagsabgeordneten verteilen lassen.
Die NPD–Kreistagsabgeordneten Lars Beyer und Klaus Beier verließen während der aufgezwungenen Gedenkminute den Sitzungssaal, nachdem klar war, daß nicht allen Opfern von Krieg und Gewalt gedacht wird. Das sorgte für ein BRD-ritualbedingtes Rauschen im märkischen Blätterwald.
Da sechs Jahre später wieder punktgenau eine Sitzung auf den „Holotag“ anberaumt wurde, mußte man befürchten, daß auch 2010 die ewiggestrigen Genossen der Ex-PDS den 27. Januar für eine antideutsche Propagandaaktion mißbrauchen würden und sich andere Kreistagskollegen dazu gesellen könnten.
Doch diesmal herrschte völlige Funkstille diesbezüglich und der Gedenktag wurde im Beeskower Kreistag gänzlich ignoriert. Damit konnten die drei NPD-Abgeordneten selbstverständlich gut leben. Sicherheitshalber hatten diese einen Protestbrief an alle Kreistagsabgeordneten im Gepäck, der somit nicht zum Einsatz kommen mußte, aber hier trotzdem dokumentiert wird.
Spannend dürfte jetzt die Frage sein, ob denn jetzt evtl. der Landrat, die Kreistagsvorsitzende oder gar die Fraktionsvorsitzenden wegen „unterlassener Hololeistung“ zur Rechenschaft gezogen werden. Also Frau Knobloch: übernehmen Sie!
Im Jahre 2004 äußerte sich die Kreistagsvorsitzende, Liselotte Fitzke (SPD), noch überschwänglich: „Ich werde nicht zulassen, daß NPD-Abgeordnete den Kreistag mißbrauchen für die Offenbarung ihres rechten Gedankengutes.“
Diesmal hat wohl allein die Anwesenheit der nationalen Opposition dafür gesorgt, daß der Kreistag Oder-Spree nicht für antideutsches Gedankengut mißbraucht worden ist.
Übrigens: Monika Krüger – die von der EX-PDS – heißt jetzt Frau Monika Huschenbett. Hat sie etwa den „Holotag“ verschlafen…
Klaus Beier
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NPD - Kreisverband Oderland




